Außenwirtschaft
Viele Unternehmerinnen und Unternehmer fragen sich, ob ihre Produkte auch im Ausland erfolgreich sein könnten. Die Unsicherheit über die Konkurrenzfähigkeit der eigenen Angebote führt aber meist dazu, dass das Thema „Export“ nicht weiter verfolgt wird. Dabei zeigt die Praxis, dass viel mehr Produkte für das Auslandsgeschäft geeignet sind als angenommen.
Allerdings sollte man ein Auslandsgeschäft nicht um jeden Preis anstreben und sein Produkt in den ausländischen Markt „zwingen“. Wichtigste Voraussetzung für den Erfolg ist: Das Produkt muss zum jeweiligen ausländischen Markt passen. Hier begehen viele Unternehmen vermeidbare Fehler. Sie lassen sich durch eine sorgfältige Vorbereitung vermeiden. Fachleute schätzen die Vorbereitungszeit für ein Auslandsgeschäft mindestens doppelt so hoch ein wie für ein Inlandsgeschäft. Eine unzureichende Vorbereitung kostet Unternehmen meist viel Lehrgeld.
Zu den typischen Defiziten gehören u. a.
- unzureichende zeitliche und finanzielle Kapazitäten, um Auslandsaktivitäten vorzubereiten, Management und Geschäftsführung sind überfordert
- fehlendes Know-how der Mitarbeiter
- Unkenntnis über Kundenbedürfnisse, Zahlungsverhalten im Zielmarkt
- Unkenntnis über Kommunikationskultur und weitere kulturelle Unterschiede im Zielmarkt
- Unkenntnis über geeignete Vertriebswege
Eine Außenwirtschaftsberatung soll dem Unternehmen Entscheidungshilfen und Anregungen über Exportfragen liefern. Insbesondere soll die Beratung dabei helfen, die Absatzchancen der Erzeugnisse oder Leistungen des Unternehmens auf Auslandsmärkten zu beurteilen, Kenntnisse der Exporttechnik zu vermitteln und Anleitungen zum Aufbau und zur Organisation des Exportwesens im Unternehmen zu geben.
